Werkstoff Holz

Holz ist einer der ältesten Bau- und Werkstoffe überhaupt. Kaum ein anderes Material ist wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit und Verfügbarkeit so verbreitet. Auch wenn die Geschichte der Holzbearbeitung schon vor ca. 10.000 Jahren begann, ist dieser natürliche Rohstoff mehr denn je up to date, und er wird wohl auch in der Zukunft nicht aus der Mode kommen. Schließlich hat Holz – neben anderen hervorragenden Eigenschaften – einen ganz entscheidenden Vorteil: Es wächst nach und kann uns bei einer Bewirtschaftung unserer Wälder nach forstwirtschaftlichen Prinzipien und ohne Raubbau immer zu Verfügung stehen! So verwundert es nicht, dass es heute für Holz mehr als zehntausend Einsatzmöglichkeiten gibt.

Eigenschaften von Holz

Organisch

Holz ist ein natürlich gewachsener und nachwachsender Rohstoff. Durch seinen organischen Aufbau kann es zur Einlagerung diverser Stoffe kommen und es kann von Insekten und Pilzen angegriffen werden.

Inhomogen

Durch sein natürliches Wachstum besitzt Holz natürliche Unregelmäßigkeiten (z. Bsp. Äste). So kommt es zu lokalen Schwankungen der Größen von Eigenschaften, woraus auch die relativ niedrigen statisch verwertbaren Festigkeiten resultieren (im Vergleich zu den Festigkeiten störungsfreier Holzproben).

Hygroskopisch

Auf Grund des Porengehaltes und den daraus resultierenden kapillaren Eigenschaften unterliegt Holz dem ständigen Austausch von Feuchte mit seiner Umgebung. Die schwankende Feuchte im Holz hat unter anderem Einfluss auf seine natürliche Dauerhaftigkeit, Schwind- und Quellprozesse sowie auch seine Festigkeit.

Anisotrop

Das natürliches Wachstum und der gerichtete Aufbau aus Fasern führen zu unterschiedlichen Größen von Eigenschaften des Holzes entlang seiner drei Hauptschnittrichtungen. So ist zum Beispiel die Druckfestigkeit parallel zur Faser deutlich höher als senkrecht zur Faser.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass Holz ein einzigartiger Bau- und Werkstoff mit vielen vorteilhaften, aber auch problematischen Attributen ist. Die guten physikalischen Eigenschaften, das ästhetische Erscheinungsbild und auch das Wissen um seine Schwächen machen Holz so vielfältig einsetzbar und beliebt.

Das Holz der Eiche

Die Eiche ist ein Kernholzbaum. Der Kern ist bräunlich gefärbt und riecht säuerlich. Das Holz besitzt mittlere Feuchteverformung und Stehvermögen. Das Holz der Eiche ist ausgesprochen ringporig, besitzt glänzende Holzstrahlen und ist sehr hart und fest. Da es zudem auch gut bearbeitbar ist, kommt es als Bau- und Konstruktionsholz für Treppen, Parkett und Pflaster zum Einsatz und findet Verwendung im Brückenbau, für Furniere und in der Böttcherei. Zudem verfügt das Kernholz über eine hohe Dauerhaftigkeit gegen Schädlinge und besitzt daher Resistenzklasse 2. Unter den einheimischen Hözern wird die Eiche in Sachen Dauerhaftigkeit und Resistenz lediglich von der Robinie – mit Resistenzklasse 1 – übertroffen.

Mittlere Rohdichte und Festigkeitswerte von Eichenholz bei u ≈ 12 %:

Rohdichte ρ12 = 0,67 g/cm³
E-Modul EL = 13.000 N/mm²
Zugfestigkeit σZ|| = 110 N/mm²
Biegezugfestigkeit σB = 95 N/mm²
Druckfestigkeit σD|| = 52 N/mm²
Scherfestigkeit τ|| = 11,5 N/mm²

Wir verwenden…

…Eichenholz mit Geschichte. Zwar hat Holz ohnehin eine eigene Ästhetik, aber Verwitterungen und Patina aus früheren Verwendung erzählen eine Geschichte und zeigen Carakter.

Unsere Blockhausbohlen sind  mindestens 100 Jahre, meist sogar 150 Jahre, oder älter. Rechnet man die Wachstumszeit der Eichen von ca. 150 Jahren hinzu, beginnt die Geschichte bereits vor 300 bis 400 Jahren. Nach Fällung der Bäume wurden die Stämme bebeilt oder gesägt und so in die entsprechenden Bau-Formate gebracht. Verbaut waren die Holzelemente für mehrere Generationen Teil ihres Hauses, dienten als Lagerort für die eingebrachte Ernte oder Schutz für das eigene Vieh.

Nach dieser ersten oder schon wiederholten Nutzung wird das Holz beim Rückbau von Gebäuden geborgen und selektiert. Die wiederverwendbaren Teile werden mit einem Hochdruckreiner gesäubert. Anschließend folgt die Entfernung aller Nägel, ein Metalldetektor garantiert, dass keiner übersehen wird. Nach mehrwöchiger Trocknungszeit steht dann unser Basismaterial bereit.

Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit – durch die Wiederverwendung von Rohstoffen – sind die Gebrauchsspuren und die Patina dieses geschichtsträchtigen Holzes von besonderer Bedeutung. Schließlich verleihen sie unseren Tischen erst den ganz eigenen Charme.

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